Anne Müller

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Hundetrainerin und Verhaltenstherapeutin für Hunde

Seit meiner Kindheit beschäftige ich mich mit Tieren. Mein Interesse und meine Fürsorge gelten allen Tieren, aber schnell war klar, dass ich für Hunde eine besondere Leidenschaft hege.

In unserer Familie gab es schon immer Hunde. Im Alter von 12 Jahren fing ich mit der Ausbildung von Hunden an. Damals waren noch Prüfungen, wie Team Test, Begleithundeprüfung etc. mein Ziel. Im Laufe der Zeit habe ich sehr viel dazu gelernt, einiges Erlernte wieder verworfen und neue Theorien und Ansätze an mich heran gelassen. Immer wieder nahm ich an Veranstaltungen zum Thema Hund teil, bei denen es um Verhalten, Erziehung, Genetik oder Ernährung ging. Vor allem der richtige Umgang mit Hunden und ihr Lernverhalten faszinierten mich.

 

Um meine Arbeit und meinen Beruf auf ein solides Fundament zu stellen, wollte ich zusätzlich noch eine Ausbildung zum Hundetrainer machen. Das Angebot an Ausbildungen ist groß, doch wird bei den meisten eine Art der Erziehung angewendet, die den Hund mit Strafe, Meideverhalten und Gewalt formen soll und das ist für mich kein Weg. So begann ich im Oktober 2009 meine Ausbildung zum Hundetrainer bei Animal Learn in Bernau am Chiemsee. Zusätzlich nahm ich das Angebot war, bei der Norwegerin Turid Rugaas in Ausbildung zu gehen, die mittlerweile weltweit als internationale Hundetrainerin anerkannt ist und in vielen Ländern Seminare hält. Als mich dann noch mein großes Vorbild Barbara Gleixner fragte, ob ich bei ihr offiziell zum Hundetrainer ausgebildet werden möchte, nahm ich diese Chance ebenfalls wahr. Die Kombination aus diesen drei Ausbildungen ließ mich ein sehr großes Wissen über viele verschiedene Probleme und Lösungen sammeln und lehrte mich, diese Lösungswege auch umsetzen zu können. Egal ob ich mit einem Hund Grundgehorsam aufbauen soll, Sozialverhalten geübt oder bestimmtes Problemverhalten behandelt werden soll, ich helfe meinen Kunden im Umgang mit ihrem Vierbeiner gerne weiter.

Zu unserer Familie gehörten schon immer Tiere verschiedener Arten und es waren immer Hunde dabei. Aus meinem Hobby ist für mich eine Art Berufung geworden, die mittlerweile auch mein Beruf ist und nicht beim Feierabend aufhört.

Mir macht die Arbeit mit Tieren sehr viel Spaß, aber ich schätze die Zusammenarbeit mit Menschen ebenso. Als Hundetrainerin kann ich beides miteinander vereinen. Während meinen Ausbildungen habe ich mich in vielen Situationen bezüglich der Hunde an Inhalte meines Soziologiestudiums erinnert. Mensch und Tier sind nicht so weit auseinander, wie manche Menschen denken. Und aus beiden eine Einheit zu schaffen, obwohl sie unterschiedlichen Spezien angehören und verschiedene Sprachen sprechen, macht jedesmal aufs Neue glücklich und auch viel Spaß. Mir ist an der Erziehung der Hunde genauso viel gelegen wie zu ihrer Beziehung Menschen gegenüber. Erziehungsarbeit ist also auch immer Beziehungsarbeit und baut auf Vertrauen. Wenn man es schafft, dass einem ein Lebewesen voll vertraut, ist das ein riesen Kompliment.

Zu einem guten Hundetrainer gehört natürlich auch ein zuverlässiges Team auf vier Pfoten, das in einem Training Aufgaben übernimmt, die ein Mensch nie so präzise und hündisch ausführen könnte. Darum stelle ich Ihnen nun vor: ... unser vierbeiniges Team!

 

Das vierbeinige Team von CALIBOGI

 

 

Leslie

Leslie ist mittlerweile mein wichtigster und zuverlässigster Trainingsassistent. Als er im Dezember 2009 zu uns kam, hätte ich das nie für möglich gehalten. Er ist eine Mischung aus Dt. Schäferhund, Hovawart und Großem Münsterländer (o.ä.) und stammt aus einem Tierheim. Über seine Vorgeschichte ist nichts bekannt, weil er ausgesetzt wurde. Er ist ein temperamentvoller, aber überaus freundlicher Hund, der in den letzten Jahren sehr viel dazu gelernt hat. Als er zu uns kam, kläffte und knurrte er alles an, hatte eine ausgeprägte Leinenaggression und konnte mit Frustration überhaupt nicht umgehen. Zudem war er sehr grobmotorisch und rannte alles über den Haufen. Da er nichts kannte, wurde aus Angst heraus erstmal frontal angegriffen, bevor nachgedacht wurde. Mittlerweile ist er ein selbstsicherer, souveräner Hund, der seine Sprache perfekt beherrscht. Von Angst ist keine Spur mehr und mit Frust kann er mittlerweile auch gut umgehen. Leslie nimmt mehrere wichtige Rollen in unserer Hundeschule ein. Zum einen ist er unser "Brückenbauer" was Hundekontakte angeht und schafft es, dass jeder Hund in kurzer Zeit Vertrauen zu ihm aufbaut. Er ist vom Wesen her sehr sicher geworden und hat gelernt, dass er seinen Menschen voll vertrauen kann. Kinder liebt er über alles und meinen Kindern gegenüber hat er eine sehr tolerante und geduldige Art. Gleichzeitig zeigt er anderen Hunden klare Grenzen auf und bittet darum Regeln einzuhalten. Er passt auf, dass Hündinnen nicht "belästigt" werden, managet Konflikte und strahlt viel Ruhe bei Problemhundetrainings aus. Obwohl er genauso gut eine wilde Hummel sein kann, die frei und fröhlich durch die Gegend saust. Er ist ein fantastischer, vielseitiger Hund und ein nicht wegzudenkender Teil unserer Familie und unserer Hundeschule. Wir sind glücklich, dass er zu uns gehört und hoffen auf ein langes gemeinsames Leben mit viel Freude und Abenteuer!

 

 

Balou

 

Unser Azubi Balou wächst immer mehr über sich hinaus. Schon öfter hat er mich bei Trainings begleitet und unterstützt. Er ist ein Produkt der Liebe und ein echter Rissenthaler. Seine Mutter ist eine Mischung aus Labrador und Schäferhund, sein Vater ist wohl ein Schäferhund-Bernhardiner-Collie-Irgendwas-Mischling. Balou ist ein sehr gelehriger und braver Hund. Er hat einen sehr ausgeprägten "will to please" und möchte seinen Menschen gern alles recht machen. Gleichzeitig ist er nicht sonderlich selbstbewusst und hat erst langsam gelernt, nicht immer gleich unsicher zu werden. Trotzdem hat er seinen eigenen Kopf, was sehr gut ist. Aufgaben und kleine Tricks machen ihm, genau wie Leslie, großen Spaß. Balou hat schon im Alter von 12 Monaten angefangen in Konfliktsituationen zu splitten. Er nimmt sich in den Spielgruppen oft einen oder zwei Hunde heraus und übt mit ihnen regelrecht höfliches Hundeverhalten. Mit Erfolg! Hunde, die gern jagen gehen, holt er aktiv zurück, indem er hinterherläuft, sie einkesselt und zurücktreibt. Da kann er den Hütehund nicht leugnen! Aber er ist ein Spieljunkie und man muss sehr stark aufpassen, dass er sich bei Ballspielen nicht zu sehr verliert. Daher spiele ich mit Balou solche Spiele nicht. Dafür gibt es genug Alternativen, wie Nasenarbeit, Tricks oder Apportieren. Insgesamt übernimmt er wieder eigene Aufgaben und Rollen bei uns, die so kein anderer Hund kann und macht sich zu einem wichtigen und sehr geschätzten Mitglied unserer Familie. Besonders mit unserer kleinen Tochter hat er eine enorm liebevolle und geduldige Art. Wir freuen uns darüber, dass er uns als seine Menschen ausgesucht hat.

 

 

Mika

Wie Hundeschiksale manchmal verlaufen ... eines Tages war Mika da. Zu seiner Geschichte: Mika ist ein ehemaliger Spanischer Straßenhund und wurde dort irgendwann aufgegriffen und ins Tierheim gesteckt. Die südländischen Tierheime sind meist überfüllt und in den großen Gehegen sitzen bis zu 50 Hunden. Leider wurde Mika dort sehr stark gemobbt und trug heftige Bissverletzungen davon. Irgenwann kam er über einen Tierschutzverein nach Deutschland. Er wurde bald vermittelt, leider auf einen sehr schlechten Platz, wo er als Kettenhund nur draußen ohne Zuwendung gehalten wurde. Ein Jahr dauerte es, bis Mika von dort weggeholt wurde und wieder beim Tierschutz landete. Von da aus wurde er neu vermittelt und zeigte schnell, dass er nicht so Katzenverträglich war, wie im Internet angegeben. So zog er noch am selben Abend zu uns. Mir war schnell klar, dass er ein großer Schatz ist und seine liebenswerte Hundeseele es verdient hat, Ruhe und ein festes Zuhause zu finden.

Da er jedoch anfangs nicht viel von Artgenossen hielt und seinen Kummer eher in sich hinein fraß, war ich mir nicht sicher, ob ich ihm einen Gefallen tue, wenn er bleiben darf. Nach und nach taute er auf und knüpfte freundschaftliche Beziehungen zu unseren eignene Hunden und dann auch in kleinen Schritten zu manchen Kundenhunden. Mittlerweile ist er aufgeblüht und fängt an auch mal Grenzen zu setzen und für sich Regeln aufzustellen. Es ist sehr spannend wieder eine solche Entwicklung beobachten zu dürfen. Ich schätze Mika ist eine Mischung aus Collie und Malamut und mittlerweile ca. 11 Jahre alt. Seinen Namen hat er von uns, da er seinen alten Namen absichtlich ignorierte und sicherlich keine schönen Erinnerungen damit verbindet. Er ein toller Assistent bei Angsthunden und ist sich seiner Sprache sehr sicher (als ehemaliger Straßenhund). Trotzdem ist es oft so, dass er etwas auf dem Schlauch steht und scheint geistig etwas "behindert" zu sein. Das gibt es auch bei Hunden. Da in Spanien die Tiere nichts wert sind, kann niemand sagen, was mit Mika dort auf der Straße alles geschehen ist. Auch wenn er öfter etwas "trottelig" wirkt, ist er ein wahrer Goldschatz, der sogar Mäusebabys (selbst erlebt) über sich rüber krabbeln lässt. Eine Seele von Hund.

Schön, dass wir seine Menschen sein dürfen. Auf noch viele gemeinsame Jahre zusammen.

 

 

in Rente :-)

FienchenFienchen

Das einzige Mädel in unserer Gruppe, umgeben von ihren Jungs hält sie als gutes und geduldiges Mutterherz die Hundemänner fest im Griff. :-) Sie lebt seit Welpenalter bei uns und ist ein echter Leonberger. Fienchen fordert gegenüber fremden Hunden höfliches Benehmen und wirkt gerade in der Welpengruppe als Erzieherin und Supernanny. Ihren eigenen Hundemännern in der Familie ist sie sehr tolerant gegenüber und dürfte schon mal strenger sein. Zu Menschen ist sie sehr offen und freundlich. Ein echter Wachhund ist sie sicher nicht, auch wenn sie manche Zweibeiner durch ihre äußere Erscheinung beeindruckt. Fienchen ist mittlerweile in Rente und hilft nur noch selten in der Hundeschule. Mit 10 Jahren hat sie für einen Leonberger schon ein stolzes Seniorenalter erreicht. Wir hoffen sehr, dass sie uns noch lange begleiten und uralt wird!


 

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